XX. Tagung 2019

XX. Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften
Nachhaltig Leben und Wirtschaften
Management Sozialer Innovationen als Gestaltung gesellschaftlicher Transformation

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Foto: Nicolai Schneider

Auf dem Campus der Hochschule München im Stadtteil Pasing trafen sich am 24. und 25. Mai 2019 Forschende, Gestaltende, Studierende und Interessierte, um sich zwei Tage lang über Soziale Innovationen auszutauschen. Im Zentrum der gemeinsamen Veranstaltung des Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen und der Hochschule München, die zudem durch die Hans-Sauer-Stiftung unterstützt wurde, stand die Betrachtung der gegenwärtig und zukünftig geltenden Herausforderungen des nachhaltigen Lebens. Neben der Erör-terung dessen, was unter Nachhaltigkeit aus wissenschaftlicher Perspektive verstanden werden kann und welche praktischen Explikationen sich dafür finden lassen, bestand der themati-sche Fokus darin, Nachhaltigkeit in der Verbindung mit Sozialen Innovationen zu betrachten und die Transformationspotenziale im Hinblick auf nachhaltig wirkende, veränderte Hand-lungspraktiken zu beleuchten, welche sich insbesondere funktional im Wirtschaften vergegenwärtigen. Soziale Innovationen werden damit als treibende Kraft anerkannt, das gesell-schaftliche Ziel und die damit gleichgesetzte gesellschaftliche Aufgabe nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens nicht nur anzustoßen, sondern zu einer etablierten Handlungspraxis werden zu lassen.
Die Tagung erlebte am Freitag, 24. Mai 2019, eine höchst spannende Eröffnung: der Auftakt mit Begrüßungsworten durch die Tagungspartner, den Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen, vertreten durch Dr. Hans-Werner Franz, die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München, repräsentiert durch Prodekan Prof. Dr. Christian Janßen und die Leitung des Bachelor-Studiengangs Management Sozialer Innovationen, in Persona Prof. in Dr. Martina Wegner, Prof. Dr. Gerald Beck, Prof. Dr. Diego Compagna, Prof. Dr. Peter Dürr und Prof. Dr. Wolfgang Gehra, mündete in einer Überleitung zu dem Keynote-Vortrag von Prof.in Dr. Anna Henkel (Universität Passau). Prof.in Dr. Henkel bot mit ihrem Vortrag mit dem Titel „(Meta-) Normativität der Nachhaltigkeit“ umfassende Impulse zu dispersen Ausgestaltungen des Nachhaltigkeits-Konzeptes und schuf damit ein offenes Feld für die nachfolgenden Vortragsforen. Ab dem Nachmittag begegnete den Interessierten ein breites Themenspektrum, welches in thematisch gebündelten Parallelforen mannigfalti-gen Austausch über Soziale Innovationen im Kontext der Maxime des nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens ermöglichte. Inhaltlich beschlossen wurde der erste Kongresstag durch ein Plenum zum Thema Sozialer Innovationen in München. Hier konnte eindrucksvoll nachvollzogen werden, wo und wie konkret Innovationen im gesellschaftlichen Alltag der Region veran-kert sind und etabliert umgesetzt werden. Weitergeführt wurden die angeregten Gespräche bei kulinarischen Genüssen im Königlichen Hirschgarten in Pasing.
Der zweite Kongresstag, 25. Mai 2019, schloss mit dem Keynote-Vortrag „Die verschlungenen Pfade der Nachhaltigkeit – Nebenfolgen und Paradoxien disruptiven Wandels“ von Prof. Dr. Sighard Neckel von der Universität Hamburg an die vielschichtigen und fruchtbaren Dis-kussionen des Vortages an und brachte neuerliche Perspektiven auf ein zukunftsträchtiges und höchst relevantes Thema für Forschung und Praxis hervor. Erneut eingestimmt und mit wertvollen Impulsen betraut, begaben sich Zuhörende und Referierende ab dem Vormittag bis in den frühen Abend hinein in einen regen Austausch. Die thematische Vielfalt der Foren und der darin präsentierten Vorträge eröffneten ganz unterschiedliche Auseinandersetzungen mit dem großen Themenfeld der Sozialen Innovationen im Kontext der gesellschaftlichen Aufgabe des nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens. Dabei wurden nicht nur konzeptionelle Überlegungen, die die Auswirkungen Sozialer Innovationen in ihrer Handlungspraxis verstehen und abbilden wollen, präsentiert – vielmehr konnten anhand von konkreten Beispielen gelebter Innovationen Übertragungen von theoretischen Aspekten auf praktische Handlungsfelder ermöglicht werden.
Die XX. Tagung für angewandte Sozialwissenschaften an der Hochschule in München hat einen Beitrag dazu geleistet, das Management Sozialer Innovationen sowohl theoretisch als auch in seiner praktischen Umsetzung eingedenk der zukunftsweisenden Anforderung einer nachhaltigen Lebensweise verstehen zu lernen. Aufgezeigt wurde wieder einmal mehr, dass Soziale Innovationen ein gesellschaftlich relevantes Forschungsfeld sind, was sich aus der stetigen Zunahme gesellschaftlicher Komplexität und daraus resultierenden Herausforderungen und Anforderungen ergibt. Eben dieser Entwicklung trägt zum einen die diskursive Aus-einandersetzung in Form der Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften Rechnung, die sich nunmehr zum dritten Male diesem Thema verschrieben hat. Zum anderen findet die Rele-vanz des Managements Sozialer Innovationen ihren Widerhall in der curricularen Grundlegung universitärer Studiengänge – so wurde ein überaus gefragter Bachelor-Studiengang an der Hochschule München vorgestellt werden. Die XX. Tagung für Angewandte Sozialwissenschaften kann in vielerlei Hinsicht als eine gelungene Veranstaltung bezeichnet werden. Die Hochschule München bot mit dem Campus Pasing einen attraktiven Tagungsort, welcher durch die vielen Helferinnen und Helfer vom Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen und von der Hochschule München ideale Bedingungen für einen Austausch zu einem spannenden Thema bot.
Ein großer Dank gebührt damit allen helfenden Händen – egal ob an der Anmeldung, dem Catering, in den Foren oder auf und neben der Bühne – sie alle haben die beiden Tage im Mai zu einer rundum gelungenen Tagung im Lichte Sozialer Innovationen werden lassen.

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Programm pdf 
Plakat pdf

Fotos:
Ulla Linke, Dortmund
Claudia Obermeier, Schwentinental

Ehrung: Prof. i.R. Dr. Bernhard Mann
40 Jahre Mitglied im BDS
Ehrung: Dr. Friedhelm Ortlieb
25 Jahre Mitglied im BDS