Soziologie heute Ausgabe August 2020

Werte Leserin, werter Leser,

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Titelseite_2020-4-1.jpgam 14. April 1912 kollidierte das Luxuskreuzschiff Titanic seitlich mit einem Eisberg und sank in weniger als drei Stunden. 1502 Menschen kamen ums Leben. Schuld war eine Verkettung diverser Fehler: zu schnelles Fahren durch ein gefährliches Gewässer, zwar ausreichend Schwimmwesten, doch zu wenig Platz in den Rettungsbooten und überfordertes Personal. Zudem ein Kampf um die Plätze in den Rettungsbooten.

108 Jahre später finden wir uns in der Corona-Krise: Kollision mit dem Covid-19-Virus, zwar genug Krankenhäuser, doch in manchen Ländern zu wenig Intensivbetten und zu wenig Schutzmasken und ein an seine Grenzen stoßendes Gesundheitspersonal. Zudem in den Supermärkten ein Kampf um Reis, Nudeln und Klopapier.

Eisberge können heutzutage besser geortet und umfahren werden. Man weiß, dass wir nur den kleineren, oberhalb der Wasseroberfläche befindlichen Teil wahrnehmen; der Großteil des Eisberges befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche. Und den gilt es mitzubeachten.

Das Covid-19-Virus hat uns gelehrt, dass es wichtig ist, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Wir brauchen heute mehr denn je gute Navigatoren, zu allererst in Politik und Wirtschaft. Aber auch die Zivilgesellschaft ist gefordert, richtig zu navigieren und vorzusorgen. Die Corona-Krise machte deutlich, dass es auf mehr ankommt als auf bloßes Taktieren. Es geht um Vorausschauen, Vorausdenken und Voraushandeln. Der Soziologie, die sich mit der Erforschung des sozialen Verhaltens – also den Voraussetzungen, Abläufen und Folgen des Zusammenlebens von Menschen – befasst, kommt dabei eine Schlüsselstelle zu. soziologie heute möchte hierzu einen kleinen Beitrag leisten, behandelt Fragen des heutigen und zukünftigen Zusammenlebens und bietet Lösungsansätze.

In dieser Ausgabe finden Sie Beiträge zum autonomen Fahren (Alexander Schmidl), zur Wirtschaft als Beruf (Klaus Zapotoczky), zur Lebensqualität (Anita Roitner und Alban Knecht), zum Cybermobbing (Anna L. Fehlhaber), zu Verschwörungstheorien (Viola van Melis), zur Organisationsentwicklung (H.W. Franz), zur betrieblichen Wiedereingliederung nach psychischer Erkrankung (Eike C. Windscheid) oder zur Schulsozialarbeit (Heidemarie Pöschko und Katharina Wurzer) u.v.m. Zu Ihrer „Entspannung“ gibt es natürlich wieder ein kleines soziologie heute-Kreuzworträtsel.

Wir wünschen gutes Gelingen und viel Freude beim Schmökern.

Ihre soziologie heute-Redaktion

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