DGS

Deutsche Gesellschaft
für Soziologie (DGS)

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Die wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung soziologischer Anliegen

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Zielsetzungen vor allem darin bestehen, sozialwissenschaftliche Probleme zu erörtern, die wissenschaftliche Kommunikation der Mitglieder zu fördern und an der Verbreitung und Vertiefung soziologischer Kenntnisse mitzuwirken. Die DGS beteiligt sich an der Klärung von Fach- und Studienfragen der Soziologie und pflegt die Beziehungen zur Soziologie im Ausland. In zweijährigem Abstand führt die DGS die “Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie” durch, an denen sich in jüngster Zeit jeweils mehrere tausend Teilnehmer beteiligen. Die hier gehaltenen Vorträge aus neun Jahrzehnten liegen in Sammelbänden publiziert vor.

Die DGS stellt die Vereinigung wissenschaftlich qualifizierter Soziologinnen und Soziologen Deutschlands dar. Sie hat heute mehr als 1600 Mitglieder. Ihr gehören ungefähr vier Fünftel aller promovierten Soziologinnen und Soziologen Deutschlands an. Mitglieder der Gesellschaft können alle Personen werden, die sich durch Forschung, Lehrtätigkeit oder Veröffentlichungen im Bereich der Soziologie wissenschaftlich ausgewiesen haben. In der Regel ist der wissenschaftliche Ausweis mit der Promotion in Soziologie erbracht.

Die DGS wurde im Jahre 1909 gegründet, unter anderem von “Klassikern” der Soziologie wie Ferdinand Tönnies, Max Weber und Georg Simmel. Schon zur Zeit der Weimarer Republik wurden regelmäßig Soziologentage durchgeführt. In der Zeit des Nationalsozialismus mußten die Aktivitäten eingestellt werden. Bereits im Jahre 1946 wurde die DGS wieder ins Leben gerufen. Sie wuchs seither von einem kleinen Gelehrtenverein zu einer großen akademischen Gesellschaft heran. Seit dem 1. Soziologentag, der im Jahre 1910 in Frankfurt stattfand, wurden insgesamt 32 soziologische Kongresse veranstaltet. Sie waren in der Regel von den jeweiligen Fragen und Kontroversen der Zeit geprägt. Starke Gegensätze traten im Jahr der Studentenrevolte 1968 zutage. Mit Nachdruck war die DGS in allen Perioden ihrer Existenz bemüht, zur Etablierung der Soziologie in Lehre und Forschung beizutragen. Hierin besteht bis heute ihre Hauptaufgabe. Die Mitglieder der DGS haben sich einenEthik-Kodex gegeben. In ihm sind die Richtlinien für ethisches Handeln in der soziologischen Profession niedergelegt.

Die organisatorischen Aufgaben der DGS werden vom Vorstand und von speziellen Ausschüssen wahrgenommen. Das parlamentarische Kontrollgremium stellt das Konzil dar. Für die Gremien finden alle zwei Jahre Neuwahlen statt. In den Hauptforschungsgebieten der Soziologie wurden bislang 36 Sektionen eingerichtet. Diese veranstalten alljährlich zahlreiche Tagungen, deren Ergebnisse zumeist veröffentlicht werden.

Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
aktualisiert: Prof. Karl-Siegbert Rehberg, Juli 2005

36. Kongress Vielfalt und Zusammenhalt
Ruhr-Universität Bochum / TU Dortmund
1. – 5. Oktober 2012