Ethik-Kodex

IV. Der berufliche Umgang mit Studierenden, Mitarbeiter/innen und Kolleg/innen

  1. Soziologinnen und Soziologen, die Lehraufgaben wahrnehmen, verpflichten sich, durch Art und Ausmaß ihres Einsatzes und ihrer Ansprüche für eine gute Ausbildung der Studierenden zu sorgen.
  2. Soziologinnen und Soziologen müssen sich bei Einstellungen, Entlassungen, Beurteilungen, Beförderungen, Gehaltsfestsetzungen und anderen Fragen des Anstellungsverhältnisses, bei Berufungs-, Rekrutierungs- und Kooptationsentscheidungen um Objektivität und Gerechtigkeit bemühen. Sie dürfen andere Personen nicht wegen ihres Alters, ihrer Geschlechtszugehörigkeit, ihrer körperlichen Behinderung, ihrer sozialen oder regionalen Herkunft, ihrer ethnischen oder nationalen Zugehörigkeit, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer politischen Einstellungen benachteiligen.
  3. Soziologinnen und Soziologen dürfen Studierende oder Mitarbeiter/innen und Kollege/innen nicht zwingen, sich als Forschungsobjekte zur Verfügung zu stellen, oder sie über eine derartige Verwendung täuschen.
  4. Soziologinnen und Soziologen dürfen Leistungen anderer nicht zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen und deren Arbeit nicht undeklariert verwerten.
  5. Soziologinnen und Soziologen dürfen von niemandem – beispielsweise von Befragten, Auftraggeber/innen, Mitarbeiter/innen oder Studierenden – persönliches, sexuelles, berufliches oder sonstiges Entgegenkommen erwarten oder erzwingen.

                                                                               V. Inkrafttreten

Dieser Ethik-Kodex tritt nach Verabschiedung durch die beiden Verbände am 14. Juni 2014 und Veröffentlichung in den jeweiligen Verbandszeitschriften in Kraft.

© Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e. V.  und Deutsche Gesellschaft für Soziologie

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