2016


BDS-Frühjahrstagung
3.-5. Juni 2016 in Fröndenberg an der Ruhr
40 Jahre BDS

Ein runder Geburtstag: 40 Jahre BDS und über 40 Mitglieder feiern.

Man kann sagen; das war eine besondere Frühjahrstagung!

Für ein Frühjahrswochenende war es beim Berufsverband nicht nur sehr warm, sondern auch sehr warmherzig. Mit insgesamt 42 TeilnehmerInnen waren die räumlichen Kapazitäten schon extrem ausgeschöpft, was aber dem intensiven persönlichen Austausch eher gut getan hat. Besonders positiv habe ich als Teilnehmerin die Zeiträume empfunden, in denen es kein fachliches Input gab, sondern ich die Gelegenheit hatte mich an die Mitglieder zu wenden, deren Biographie ich erstmals von ihnen selbst in einer Vorstellungsrunde erfahren habe. Eine Vorstellungsrunde von 42 Menschen in 1,5 Stunden würde mir zunächst ein „typische Sozi´s“ entlocken, aber ich war total erstaunt und beeindruckt mal von den Menschen selbst mitzubekommen, wie sie an die Soziologie geraten sind und was sie daraus persönlich und beruflich gemacht haben.
Die Frage nach: was ist denn nun die Gemeinsamkeit der TeilnehmerInnen und ist das die Kernkompetenz des BDS, dies zu fördern, war ein zentrales Thema des letzten Wochenendes. Wie wir aber anhand der Präsentation der Chronik des Verbandes von Margarethe Kubitza und Bernd Vonhoff erfahren haben, hätte es auch aus einem Protokoll des ersten Senates entstammen können. Deutlich wurde, dass der BDS seinen Mitgliedern zum einen als Netzwerk für die ursprüngliche Identität der Ausbildung dient, die oftmals im Laufe des Berufslebens verloren geht. Für andere Mitglieder wiederum ist die Erinnerung daran, dass wir also SoziologInnen und SozialwissenschaftlerInnen nicht nur eine besondere Art haben Gesellschaft zu beschreiben, sondern auch die Pflicht haben darauf aufmerksam zu machen, woran Gesellschaft erkranken kann, besonders wichtig. Wie diese ganz besonderen Aufgaben besser „vermarktet“ werden können um neue Mitglieder zu gewinnen, ist nun der konkrete Arbeitsauftrag an den Vorstand.
Sehr befruchtend war die starke Ausdifferenzierung der TeilnehmerInnen hinsichtlich Alter, Geschlecht und beruflicher Tätigkeit. So gab es „Neulinge“, denen das persönliche Netzwerk antiquiert erscheint. Ich hingegen fand es amüsant, dass sie es aber dennoch nicht mitbekommen haben, dass es den Einen oder die Andere auch schon über 30jährige/n gab, die unbemerkt das Frühjahrwochenende live in die sozialen Netzwerke übertragen haben.
Fazit der 40jährigen Geburtstagsveranstaltung: Ich habe viele neue Eindrücke von persönlichen und auch beruflichen Wirken von SoziologInnen und SozialwissenschaftlerInnen bekommen.

Danke dafür!

Katrin Johanna Kügler

Programm

Fotos
Katrin Johanna Kügler, Bochum
Dr. Bernhard Hofer, Linz/Östrreich