Soziologie heute Ausgabe April

Werte Leserin, werter Leser,

die April-Ausgabe nimmt dieses Mal stark Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Debatten. So läuft in Österreich derzeit ein sogenanntes Anti-Raucher-Volksbegehren, für welches bis dato rund 500.000 Unterschriften gesammelt wurden.
Die österreichische Bundesregierung will die bis Mai bestehende Regelung hinsichtlich getrennter Raucher- und Nichtraucherbereichebeibehalten. Die Wogen gehen hoch, Polemiken, Stimmungs- und Angstmache überdecken gesellschaftlich bedeutend wichtigere Fragen. Bernhard Hofer sinniert in seinem Beitrag über den Sinn und Unsinn dieser Hetzkampagne und spricht sich einmal mehr für beiderseitige Toleranz aus.
Die Amokläufe an US-amerikanischen Schulen haben die Diskussion um die Waffengesetze neuerlich angeheizt. Amokläufe gibt es nicht nur in Amerika, wie die Vorfälle von Erfurt 2002, Winnenden 2009 und München 2016 deutlich machten.
Nach Hermann Strasser ähneln zwar manche Auslöser, Abläufe und Opfermerkmale weltweit, doch die US-amerikanischen Lebensumstände und politischen Verhältnisse befördern den Amoklauf in besonderer Weise. Ist dies typisch für die „Bewaffneten Staaten von Amerika“?
Erst kürzlich hat sich die politische Führung neu formiert und ihren weltweiten Führungsanspruch verkündet. China hat
sich von einem der ärmsten Länder der Welt Ende der 1970er Jahre zu einem Land mit mittlerem Einkommen und zur
zweitgrößten Wirtschaftsmacht nach den USA entwickelt. Der China-Experte Thomas Heberer geht der Frage nach, wie der chinesische Entwicklungsstaat eigentlich funktioniert.
Nach der Polizeirazzia beim Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie der Suspendierung des BVZ-Direktors dürfte es nun einen Untersuchungsausschuss geben. Bernhard Martin geht in seiner Glosse auf diese hochnotpeinliche – in drei Monaten beginnt die österreichische EU-Ratspräsidentschaft und das BVT ist bei Staatsbesuchen auch für Personenschutz zuständig – Affäre ein.
Ebenso wie die Polizei wirbt auch das österreichische Bundesheer vermehrt um Nachwuchs. Der Soldatenberuf ist jedoch durch besondere Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen gekennzeichnet. Gottfried Reiter geht u.a. der Frage nach, welche berufl ichen und privaten Rahmenbedingungen eine mögliche Work-Life-Balance begünstigen oder hemmen.
Antriebslosígkeit, Interesselosigkeit, Lustlosigkeit, Mutlosigkeit und andere Losigkeiten sind nicht nur Merkmale eines
depressiven Menschen, sondern scheinen auch die modernen Gesellschaften zu charakterisieren. Klaus Zapotoczky zeigt ../../BDS/PDF/Soziologieheute/2018/2-20187SOZIOLOGIEHEUTE_APRILausgabe2018_Titelblatt.jpgeinen Weg auf, der durch Diagnose und Ursachenforschung eine Veränderung zum Besseren bewerkstelligen kann.

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