Soziologie heute Ausgabe April 2017

Werte Leserin, werter Leser,

viele Menschen haben die Bevormundung satt, die vorgeschriebene Korrektheit und die politischen Umerziehungsprogramme. Der Soziologe Walter Hollstein schildert in seinem Beitrag aktuelle gesellschaftliche Phänomene und ist einer der wenigen, der auch die sogenannte Political Correctness anprangert.
Eine Form des Otherings und der Stigmatisierung, die ebenfalls spätestens mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ wieder aktueller zu werden scheint, bleibt vom allgemeinen, wie dem wissenschaftlichen Diskurs weitgehend unreflektiert. Die Rede ist vom Othering der „Rechten“. Niklas Porrello zeigt auf, wie die Stigmatisierung politisch Rechter als Mittel eingesetzt wird und stellt die Frage nach der Legitimität.
Max Haller widmet seinen Beitrag einem Dauerthema, nämlich der Krise in Italien und stellt die Frage, was die Italiener tun können, um diese Misere zu beenden.
Guido Tolksdorf stellt zwei grundlegende unterschiedliche Beobachtungsperspektiven – jene von Ulrich Beck und die von Niklas Luhmann – einander gegenüber und zieht Konsequenzen für die pragmatische Soziologie.
Der Medienkritik widmen sich dieses Mal gleich mehrere Beiträge. Zunächst analysiert Bernhard Martin den Informationsauftrag und den Journalismus im ORF; Hans Högl hinterfragt den Publikumsrat und Christine Horz und Sabine Schiffer gehen der Frage nach einem partizipativeren öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach.
Einen kleinen Zeitsprung präsentiert uns Richard Albrecht, der die 1960er Jahre, die Hamburger Szene und die autobiographischen Anekdoten des Musikers Knut Kiesewetter, welcher die deutsche Musikszene maßgeblich
mitgeprägt hat, in Erinnerung ruft.
Die jüngste Zeit weist Innovationspraktiken auf, die Organisationsgrenzen überwinden und die deshalb auch als „Open Innovation“ bezeichnet werden. Birgit Blättel-Mink und Ralf Kopp illustrieren in ihrem Beitrag Open Innovation und Co-Creation und weisen auf Instrumente und Einsatzmöglichkeiten hin.

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